In vielen Bereichen der Gesellschaft dominieren eine nicht nachhaltige Lebensweise und Wirtschaft. Das Erreichen langfristiger Ziele zum Schutz der Umwelt und des Lebens auf der Erde erfordert umfangreiche Transformationen in allen Bereichen der Gesellschaft. Dabei sind Technik und Innovation zentrale Handlungsfelder der modernen Gesellschaft, an denen angesetzt werden kann. Wissenschaftlich-technischer Fortschritt, der den Umweltschutz explizit berücksichtigt, ermöglicht nachhaltiges Wirtschaften und verantwortungsvolle Innovation. In diesem Zusammenhang soll der Projektverbund BayBionik die Chancen der Bionik für den technischen Umweltschutz aufzeigen und dazu beitragen.

Struktur

Projektschwerpunkte von BayBionik sind „Selbstreinigende, nachhaltige Oberflächen“ sowie „Intelligente, ressourceneffiziente Systeme“.

Es gibt zwei Projektschwerpunkte. Dem ersten Schwerpunkt („Selbstreinigende, Nachhaltige Oberflächen") werden die zwei Teilbereiche „Nachhaltige Oberflächenfunktionalisierung nach dem Vorbild der Natur" (Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Aust, TH Deggendorf) und „Selbstreinigende Oberflächen inspiriert durch die Kannenpflanze" (Ansprechpartner: Pro. Nicolas Vogel, FAU Erlangen-Nürnberg) zugeordnet. Im zweiten Themenbereich („Intelligente, ressourceneffiziente Systeme") gibt es vier Teilprojekte: „Energieeffiziente Herstellung strukturierter Biokeramik" (Ansprechpartner: Prod. Dr. Stephan E. Wolf, FAU Erlangen-Nürnberg), „Ein Eulenhalsgelenk für effizientere Maschinen" (Ansprechpartner: Prod. Dr. Rüdiger Hornfleck, TH Nürnberg), „Bionische High-Tech-Materialien für optische Anwendungen I und II (Ansprechpartner für I: Prof. Dr. Thomas Scheibel, Universität Bayreuth; Ansprechpartner für II: Prof. Dr. Cordt Zollfrank, TU München). Neben den Projektschwerpunkten wird ebenfalls ein Begleitvorhaben des Bionicums durchgeführt (Dr. Eva Gebauer, Alexandra Lang, Thomas Rode, Steffi Apenburg; Bayerisches Landesamt für Umwelt). Durch die Projektkoordination (Kristina Wanieck und Kirsten Wommer, TH Deggendorf) werden alle Teilprojekte koordiniert, organisiert und verwaltet.

Aufgaben und Ziele

Ziel des Projektverbundes ist es, technische Produkte durch das Lernen von der Natur umweltverträglich herzustellen und damit u. a. Ressourcen zu schonen, Verschmutzungen der Umwelt einzudämmen und Energie in Produktionsprozessen einzusparen.

  • Bionik-Projekte mit Bezug zum technischen Umweltschutz fördern
  • Anwendungsorientierte Forschung in Bayern stärken
  • Nachhaltige Gestaltung von Produkten und Prozessen ermöglichen
  • Einbindung von Bionik in Innovationsprozesse
  • Intensive Vernetzung von beteiligten Forschungsgruppen
  • Öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen
  • Bildungsprojekte

Laufzeit: 01/2019 – 12/2021